Stücke
Stückbeschreibung
Die Leiden des jungen Werther
von Johann Wolfgang von Goethe
Werther lebt. Er hat sich zwar nach einem kurzen und bekanntlich unproduktiven Leben selbst mit einer Pistole das Licht ausgeblasen, aber seitdem lebt er weiter wie eine Pop-Ikone. Auch sein Autor Goethe konnte nicht verhindern, dass alle Werther kannten und nicht alle Goethe. Nachdem der Schriftsteller in Rom glücklichere Formen der Liebe gelernt hatte als die Wertherschen, schrieb er: „Wäre Werther mein Bruder gewesen, ich hätt’ ihn erschlagen.“ Aber gegen Werther war kein Kraut gewachsen. Das Buch, dem er entsprungen war, „Die Leiden des jungen Werther“, wurde 1774 kurz nach dem Erscheinen verboten, doch da war es schon zu spät: Aus einer Bestsellerauflage hatte er sich spielend ins Leben vervielfältigt.
Bis heute versuchen Germanisten, Lehrer und Professoren, Entwicklungspsychologen, Paartherapeuten und Sexualforscher Werther mit ihren Rezepten zurück in die Literatur oder ins Pathologische zu therapieren. Umsonst, denn Werther lebt von einem Phänomen, das unsterblich zu sein scheint: der lustvoll unglücklichen Liebe.
Bis heute versuchen Germanisten, Lehrer und Professoren, Entwicklungspsychologen, Paartherapeuten und Sexualforscher Werther mit ihren Rezepten zurück in die Literatur oder ins Pathologische zu therapieren. Umsonst, denn Werther lebt von einem Phänomen, das unsterblich zu sein scheint: der lustvoll unglücklichen Liebe.
Inszenierung
Stephan Rottkamp
Bühne und Kostüme
Cäcilia Müller
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Kommentare lesen
Sina aus Neuss meinte am Donnerstag, den 24.06.2010
super tolle Inszinierung, klasse Darsteller und die Musik war auch wunderbar. Es wäre toll, wenn sie mir die Musiktitel per E-mail zukommen lassen könnten :)
Liebe Grüße
Liebe Grüße
Vincent Lange aus Velbert meinte am Mittwoch, den 02.06.2010
Tolle Schauspieler, tolles Bühnenbild, tolles Stück.
Eine rundum gelungene Inszenierung, die es wie wenige andere versteht, die Gefühle der Menschen, heute wie damals, auf den Kopf zu stellen!
Wir hatten einen großartigen Abend und würden uns sehr freuen, wenn Sie uns die Musiktitel zumailen könnten. Dankeschön!
Eine rundum gelungene Inszenierung, die es wie wenige andere versteht, die Gefühle der Menschen, heute wie damals, auf den Kopf zu stellen!
Wir hatten einen großartigen Abend und würden uns sehr freuen, wenn Sie uns die Musiktitel zumailen könnten. Dankeschön!
Nuschi Weidenhaupt aus 40670 Meerbusch meinte am Dienstag, den 27.04.2010
Ein wunderbarer Abend. Die Inszenierung hervorragend.
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir die Musiktitel zumailen könnten. Vielen Dank
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir die Musiktitel zumailen könnten. Vielen Dank
Moritz aus Krefeld meinte am Donnerstag, den 18.02.2010
Vielen, vielen Dank für die wunderbaren eineinhalb Stunden mit den Leiden des jungen Werther. Es war ein rundum schöner Abend.
Wir würden uns freuen, wenn sie uns eventuell schreiben könnten, welche Musik verwendet wurde.
Wir würden uns freuen, wenn sie uns eventuell schreiben könnten, welche Musik verwendet wurde.
Takao Baba aus Düsseldorf meinte am Sonntag, den 24.01.2010
Friederike Linke hat mich sehr überzeugt, sie ist eine wunderschöne und eine tolle Schauspielerin. 10 Sterne für Sie !!!
Sabrina aus Düsseldorf meinte am Donnerstag, den 14.01.2010
Zur Musik:
Beispielsweise das großartige Lied von "Nouvelle Vague": Dance with me. Wunderschön.
Beispielsweise das großartige Lied von "Nouvelle Vague": Dance with me. Wunderschön.
Uredat aus Erkrath meinte am Sonntag, den 27.12.2009
Sehr geehrte Damen und Herren,,
Ihre Darbietung hat uns sehr gut gefallen. Die künstlerische Leistung ist hoch anzuerkennen.
Die Begleitmusik des Stückes hat uns so gut gefallen, daß wir hoffen, auf diesem Wege zu erfahren wer die Interpreten der Gesangsstücke waren und wie die Titel hießen.
Vielen Dank
I. Uredat
Ihre Darbietung hat uns sehr gut gefallen. Die künstlerische Leistung ist hoch anzuerkennen.
Die Begleitmusik des Stückes hat uns so gut gefallen, daß wir hoffen, auf diesem Wege zu erfahren wer die Interpreten der Gesangsstücke waren und wie die Titel hießen.
Vielen Dank
I. Uredat
friedrich beckster aus düsseldorf meinte am Samstag, den 28.11.2009
@Norbert Schoog: es muß doch nicht immer alles und jedes mit einem spielzeitthema zu tun haben, denn die frage könnte man dann ja auch bei "black rider" stellen, zum beispiel. und anachronistisch finde ich das schon mal gar nicht: liebe ist immer ein zentrales thema, vor allem wenn sie, wie im falle werther, soooooooo unglücklich ist. und hat der selbstmord von robert enke nicht plötzlich eine zentrale spiegelung zum werther-thema bekommen? mich interessieren diese ganzen halb-ausgegorenen überbau-themen-bezüge nicht die bohne: mir kommt es im theater auf gefühle, sinnlichkeiten und dem, vielleicht für sie anachronistischen, mitgefühl und miterleben an, und das konnte ich sehr bei werther: ich war tief bewegt von dieser sehr schönen inszenierung. wenn ich aktualität will, schalte ich die tagesschau an! und wenn ich kitsch will, dann gerne auch mal sonntags um viertel nach acht das zdf. herrlich, wie alles und alle in eintracht nebeneinander existieren können.
Lore Boes aus Neuss meinte am Mittwoch, den 25.11.2009
Ganz tolle Inszenierung! Ganz tolle Schauspieler! 9 von 10 Punkten, weil ich das Bühnenbild nicht leiden konnte. Aber sonst. ganz toll!
Norbert Schoog aus Düsseldorf meinte am Donnerstag, den 19.11.2009
Überzeugende Darsteller in einer originellen Inszenierung. Aber was für ein nichtssagendes anachronistisches Sujet.
Die Negation aller gesellschaftlichen Normen und Klischees, gerechtfertigt durch die schwärmerische Liebe, war zu Goethes Zeiten wohl eine Provokation und ein gesellschaftspolitisches Statement, wirkt aber im Zeitalter spätkapitalistischer Dekadenz, in der Werteverfall und Tabubruch die Regel geworden sind, ohne jede gesellschaftliche Relevanz.
Und so bleibt die Dreiecksgeschichte vom schmachtenden Jüngling (so sympathisch ihm Ilja Niederkirchner auch Gestalt verleiht), seiner koketten Angebeteten (eine charmante Friederike Linke) und deren Verlobten (Milian Zerzawy überzeugend wie immer) ein Histörchen aus einer fernen Zeit und/oder Welt, ein Rosamunde Pilcher Roman für Bildungsbürger.
Was das mit dem Spielzeitthema "Geld oder Leben" zu tun hat bleibt schleierhaft.
Und beim Vergleich dieser dramaturgischen Absichtserklärung, die gesellschaftskritische Relevanz verspricht, und der Realität des Werthers fällt mir Heinrich Heine ein, der dem deutschen Dichter (und sicherlich auch Theatermacher) empfahl:
Girre nicht mehr wie ein Werther, Welcher nur für Lotten glüht – Was die Glocke hat geschlagen, sollst du deinem Volke sagen. Rede Dolche, rede Schwerter!
Die Negation aller gesellschaftlichen Normen und Klischees, gerechtfertigt durch die schwärmerische Liebe, war zu Goethes Zeiten wohl eine Provokation und ein gesellschaftspolitisches Statement, wirkt aber im Zeitalter spätkapitalistischer Dekadenz, in der Werteverfall und Tabubruch die Regel geworden sind, ohne jede gesellschaftliche Relevanz.
Und so bleibt die Dreiecksgeschichte vom schmachtenden Jüngling (so sympathisch ihm Ilja Niederkirchner auch Gestalt verleiht), seiner koketten Angebeteten (eine charmante Friederike Linke) und deren Verlobten (Milian Zerzawy überzeugend wie immer) ein Histörchen aus einer fernen Zeit und/oder Welt, ein Rosamunde Pilcher Roman für Bildungsbürger.
Was das mit dem Spielzeitthema "Geld oder Leben" zu tun hat bleibt schleierhaft.
Und beim Vergleich dieser dramaturgischen Absichtserklärung, die gesellschaftskritische Relevanz verspricht, und der Realität des Werthers fällt mir Heinrich Heine ein, der dem deutschen Dichter (und sicherlich auch Theatermacher) empfahl:
Girre nicht mehr wie ein Werther, Welcher nur für Lotten glüht – Was die Glocke hat geschlagen, sollst du deinem Volke sagen. Rede Dolche, rede Schwerter!
Jürgen Brösicke aus Düsseldorf meinte am Mittwoch, den 18.11.2009
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Bühnenbild empfand ich zunächst als sehr dürftig. Dies änderte sich schnell durch die gekonnt aufgestellten Reqisiten. Zusammen mit der schaupielerischen Leistung wurde es ein ausgesprochen gelungenes Schauspiel. Selten war ich emotional so mit dem Stück verbunden und habe ein Theaterstück so kurzweilig erlebt.
Ein schöner und empfehlenswerter Abend.
Viele Grüße
Brösicke
das Bühnenbild empfand ich zunächst als sehr dürftig. Dies änderte sich schnell durch die gekonnt aufgestellten Reqisiten. Zusammen mit der schaupielerischen Leistung wurde es ein ausgesprochen gelungenes Schauspiel. Selten war ich emotional so mit dem Stück verbunden und habe ein Theaterstück so kurzweilig erlebt.
Ein schöner und empfehlenswerter Abend.
Viele Grüße
Brösicke
Volker Wied aus Düsseldorf meinte am Sonntag, den 15.11.2009
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe gestern die Premiere im Kleinen Haus verfolgt und war sehr berührt über das, was mit diesen drei jungen Menschen passiert. Ein sensationeller Theaterabend!
Viele Grüße, Volker Wied
ich habe gestern die Premiere im Kleinen Haus verfolgt und war sehr berührt über das, was mit diesen drei jungen Menschen passiert. Ein sensationeller Theaterabend!
Viele Grüße, Volker Wied




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