Stücke
Stückbeschreibung
Minna von Barnhelm
von Gotthold Ephraim Lessing
Nachkriegszeit. In einem heruntergekommenen Gasthof logiert Major von Tellheim. Arm und seiner Ehre beraubt, da man ihm die Unterschlagung von Steuergeldern vorwirft. Um sein Hotelzimmer bezahlen zu können, muss er einen Ring versetzen, der ihm teuer ist. Ist er doch ein Geschenk seiner Verlobten Minna, die samt ihrer Zofe in dem gleichen Gasthof abgestiegen ist. Sie ist auf der Suche nach ihrem verschollenen Geliebten, dem Major von Tellheim. Die Wiederbegegnung gestaltet sich schwierig, denn die Auffassungen von Liebe sind unterschiedlich. Statt erhofftem Glück beginnt der Kampf der Geschlechter, bei dem Geld eine wesentliche Rolle spielt.
Generalintendantin Amélie Niermeyer inszeniert Lessings 'ernstes Lustspiel' über die Liebe und ihre Werte.
Generalintendantin Amélie Niermeyer inszeniert Lessings 'ernstes Lustspiel' über die Liebe und ihre Werte.
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Besucher aus D meinte am Donnerstag, den 21.01.2010
Enttäuschende Inszenierung
Besucher aus D meinte am Donnerstag, den 21.01.2010
Enttäuschende Inszenierung
Margrit Lobeck aus Düsseldorf meinte am Dienstag, den 13.10.2009
Unverstälich, warum so laut geschrien wurde, warum der Franzose Minna ins Gesicht spuckte, hat nichts mit dem Inhalt des Stückes zu tun.
Harald Unger aus Düsseldorf meinte am Donnerstag, den 08.10.2009
Bühnenbild, Kostüme, Musik und Regie: von Könnern ins Werk gesetzt. Gleich "Kabale und Liebe" wird hier die Regelmäßigkeit und Wiederkehr menschlicher Angelegenheiten in direkte, verständliche Ansprache gebracht.
Komödie, Dramatik und treffliche Körperlichkeit übertragen einen nach wie vor aktuellen Lessing in ein Schauspiel vom Feinsten.
Liebevoll, charmant, eigenwillig und schonungslos arbeiten die Figuren ihre zeitlosen Charaktere und Motive heraus, was an der gebrochenen, sehr schön unmilitärischen Figur des Tellheim, schon fast beängstigend - anschaulich wird. Es wird klar, der zugrundeliegende Konflikt und seine Auswirkungen ist auf so einiges, was heute Sache ist, übertragbar.
Stellvertretend für die hervorragende Bühnenleistung aller sei hier die einmalige Claudia Hübbecker als "Franziska" genannt, deren Spiel immer ein situatives Extra ausmacht. Und Michael Schütz als "Just" am Piano ist einfach wunderbar. Das ist es doch, was Theater auch kann, gerade bei den Klassikern.
Danke an die genialen Theatermacher vom Schauspielhaus, unter der Führung des besten Frauenzimmers weit und breit.
Danke, daß Sie sich nicht: " ... wie es die Rechte immer tut, von der brutalen Eindeutigkeit ihrer inzwischen sattsam bekannten Aussprüche, die das gesunde Volksempfinden hinter sich wissen oder zu wissen glauben, sozusagen niederknüppeln ... lassen." Elfriede Jelinek
Peter Witt aus Düsseldorf meinte am Montag, den 28.09.2009
Jede aktuelle Inszenierung des Stoffs muss sich mit dem Problem auseinandersetzen, dass für uns das Ehrgefühl, das Tellheim bewegt, in unserer zivilen Kultur der Lässigkeit und Käuflichkeit nur mit Mühe nachvollziehbar ist. Leider hat Amélie Niermeyer es nicht geschafft, dieses Problem zu lösen. Im Gegenteil. Dadurch, dass Ausstattung und Aktualisierung des Textes die Handlung in unsere Gegenwart ziehen, werden die psychologischen Momente des Helden geradezu unverständlich. Wenn so etwas wie Ehrgefühl heute noch irgendwo eine Rolle spielt, dann in Bereichen, in denen noch patriarchalische Gesetze und Regeln das Zusammenleben bestimmen – beim Militär zum Beispiel. Aber auch dieser Motivationsmechanik, die ja das Stück nahelegt, hat sich Niermeyer durch die Entmilitarisierung der Figuren nicht bedient. So kreiste die Handlung bis zum Ende um ein psychologisches Loch und besonders komisch (trotz aller Bemühungen der Schaupieler) war diese Komödie dann auch nicht. Schade, ich hatte mehr erwartet.
Manfred Sigmann aus Mönchengladbach meinte am Samstag, den 26.09.2009
Warum müssen unsere Dichter und Denker durch übelste Bühnenbilder, billiges Actiongehabe und pure Selbstdarstellungssucht der Regie so mies behandelt werden? Das haben weder Lessing noch die zu bedauernden Darsteller verdient. Auch eine gute Franziska und ein guter Just kommen dagegen nicht an. Danke Frau Niermeyer, dass Sie wenigsten den Schlüsselsatz drin gelassen haben: "Das ist doch wohl wirklich nicht ihr Ernst - Frauenzimmerchen". Für wen wir Schauspiel gemacht? Für wen eigentlich?
Dr. Hanno Dreger aus Solingen meinte am Montag, den 21.09.2009
Geld oder Liebe?
Herausragende schauspielerische Leistung in allen Rollen, ohne Abstriche! Rührend auch die Gerresheimer Blaskapelle! Inszenierung leider etwas bemüht mit artifiziellem Posieren, hemmungslosem Bodenwälzen, ungehörigem Wangen- und Poklatschen und Küssen an die falschen Personen vor großgeblümter Tapete/Plafond im willigen Wechsel, ja... ja doch.
Thema Geld: na gut, Liebe: na ja, Franziska kann's mit Wernern, aber Minna nicht mit Tellheim, hmmm.
Das Konzept regt nicht auf, aber zum Lesen von Lessings Stück an. Das zumindest ist gelungen.
Wer Lessings Komödie nicht kennt, möcht' sie in Düsseldorf derzeit nicht verstehen. Für Schüler also nicht geeignet. "Meine Minna" wurde vor dem schon mal besser verstanden. hd.
Herausragende schauspielerische Leistung in allen Rollen, ohne Abstriche! Rührend auch die Gerresheimer Blaskapelle! Inszenierung leider etwas bemüht mit artifiziellem Posieren, hemmungslosem Bodenwälzen, ungehörigem Wangen- und Poklatschen und Küssen an die falschen Personen vor großgeblümter Tapete/Plafond im willigen Wechsel, ja... ja doch.
Thema Geld: na gut, Liebe: na ja, Franziska kann's mit Wernern, aber Minna nicht mit Tellheim, hmmm.
Das Konzept regt nicht auf, aber zum Lesen von Lessings Stück an. Das zumindest ist gelungen.
Wer Lessings Komödie nicht kennt, möcht' sie in Düsseldorf derzeit nicht verstehen. Für Schüler also nicht geeignet. "Meine Minna" wurde vor dem schon mal besser verstanden. hd.
Nina und Paschalis aus Düsseldorf meinte am Sonntag, den 20.09.2009
Die Inszenierung des Stücks überzeugte uns, trotz schlechter Kritiken, durch die glaubwürdige Darbietung der Schauspieler. Das Bühnenbild und die Staffage wirkten austauschbar und wenig überzeugend. Die Einbindung der Musik hingegen war gelungen und die Assoziation zu Kusturica sicher gewollt. In dem Ringen um Ehre und Liebe (Tellheim) und um der Gleichwertigkeit ihrer Position (Minna) dreschen die beiden Darsteller ordentlich aufeinander ein. Eine durchaus sehr aktuelle (und brutalisierte) Sicht von Beziehung. Nach soviel zerbrochenem Geschirr mag man nicht an einen glücklichen Ausgang glauben.
anne klapp aus Düsseldorf meinte am Sonntag, den 20.09.2009
schnarchtheater aus dösenhausen! was will eigentlich dieser tellheim?
c.creydt aus düsseldorf meinte am Samstag, den 12.09.2009
endlich ein hervorragender schauspieler in düsseldorf mit fritz schediwy einer der grössten schausp.in d.




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