Theaterfassung von Alexander Müller-Elmau
Kurt Tucholsky
Einen „amerikanischen Roman“ nannte Franz Kafka, die Geschichte des 16-jährige Karl Roßmann, der von seinen Eltern nach Amerika geschickt wird, weil ihn ein Dienstmädchen verführte und ein Kind von ihm bekam. Roßmanns Bemühungen, sich in der Zivilisation der "Neuen Welt" mit ihren rationalisierten Arbeitsmethoden zurechtzufinden und sich im Konkurrenzkampf gegen ungerechte Behandlungen und Übervorteilungen zu behaupten, schlagen immer wieder fehl. Erst als er sich beim „Naturtheater von Oklahoma“ bewirbt, das allen Menschen Beschäftigung bietet, die „Künstler“ werden wollen, scheint sich eine Lösung abzuzeichnen, die ihn aus dem erlebten System von Abhängigkeiten befreit.
Fremdheit und Isoliertheit mitten unter den Menschen sind das Grundthema in diesem Romanfragment, das Kafka in den Tagebüchern „Der Verschollene“ nennt. „Amerika“ unterscheidet sich von den anderen Kafka-Romanen „Der Prozess“ und „Das Schloss“ aber durch seinen positiveren, offeneren Schluß. "Kafka war sich bewusst und hob es gesprächsweise öfters hervor, dass dieser Roman hoffnungsfreudiger und 'lichter' sei als alles, was er sonst geschrieben hat“, notiert Max Brod, Herausgeber der Werke Kafkas, in seinem Nachwort zur Erstausgabe. Und weiter: „Es gibt Szenen in diesem Buch (…), die unwiderstehlich an Chaplin-Filme erinnern."
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Wenn sich die Gelegenheit ergibt, werde ich sicher noch einmal (zum dritten Mal) auf Karl Roßmanns Reise durch Amerika dabei sein!
Ich studiere Germanistik und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Mannheim. Im Rahmen meines Germanistikmoduls besuche ich das Hauptseminar bei Dr. Angela Wendt " Aktuelle Inszenierung am Mannheimer Nationaltheater, Schwerpunkt Gegenwartsdramatik" unter der Leitung von Prof. Jochen Hörisch. Für das Seminar bereite ich gerade einen Vortrag über das Thema "Franz Kafka's Aktualität im 21. Jahrhundert" vor. Ich würde mich deshalb sehr sehr freuen, wenn Sie mir einige Zeilen über Ihre Motivation und Inspiration schreiben würden, warum Sie Kafka's Romanfragment Amerika bearbeitet haben, welche Besonderheiten bei der Dramaturgie nd Inszenierung zu beachten galten und warum Sie finden, dass Kafka heute aktueller ist denn je. Sie würden mir sehr damit helfen.
Beste Grüße Elena
Ich würde gerne Karten für dieses Stück reservieren. Es wird mir hier aber nicht klar, wo und ob das möglich ist.
Kann mir da wer helfen ?




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