KOPFGRAFIK

Stückbeschreibung
Der Besuch der alten Dame
nach Friedrich Dürrenmatt
in einer Bearbeitung des Ensembles
Irgendwo in Mitteleuropa. Eine wohlhabende Stadt. Die Schulden sind fast getilgt, die Investitionen in Bildung und Kultur steigen, der Wohlstand der Mehrheit scheint gefestigt. Doch der Reichtum ist nicht aus eigener Kraft entstanden. Er ist teuer erkauft. Rückblende: Die Stadt Güllen ist fast vollständig bankrott, die Bevölkerung verarmt. Da kündigt sich hoher Besuch an, mit dem hochfliegende Erwartungen verknüpft sind: Claire Zachanassian, gebürtige Güllenerin, kehrt nach Jahren im Ausland in ihre Heimatstadt zurück. Sie hat es zu unermesslichem Reichtum gebracht und ist Inhaberin eines multinationalen Konzerns. Die Stadtelite hofft auf eine großzügige Zuwendung. Doch die Milliardärin hat anderes im Sinn. Sie fordert Gerechtigkeit und sinnt auf Rache. Rache an ihrem ehemaligen Geliebten Ill, der sie einst mit einem Kind sitzen ließ. Nun verlangt sie seine Ermordung. Ihr Gegenangebot dafür: Die vollständige Bereinigung der Finanzmisere. Die anfängliche Empörung der Güllener Bürger weicht rasch einer pragmatischen Güterabwägung. Zachanassian wartet. Und die Güllener suchen nach Wegen zur Rechtfertigung des Mordes: Ill stirbt. Dürrenmatts Klassiker ist eine Polemik. Er spitzt die Frage nach den Legitimationsstrategien gesellschaftlichen Handelns auf die Frage nach dem Wert des Geldes zu: Unter welchen Bedingungen ist die dünne Decke zivilisatorischer Vereinbarungen zum Einsturz zu bringen? Kurz: Was kostet der Mensch?

»Eine zeitgemäße Umsetzung: erschreckend entlarvend und höchst unterhaltsam.« Westdeutsche Zeitung

Großes Haus

Die nächsten Termine:
März
22

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Jürgen Köchling aus Kempen meinte am Samstag, den 30.01.2010
Es würde mich sehr freuen, wenn dieses Stück noch einmal im März oder April aufgeführt würde, da ich es gerne mit meiner Klasse besuchen würde.

Caroline Wolff aus 52525 heinsberg meinte am Mittwoch, den 20.01.2010
Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr!
Ich würde gerne wissen ,ob es außer der Aufführung im Januar noch weitere Aufführungen des "Der Besuch der alten Dame" gibt. Über eine Antwort an meine Emailadresse würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank.
Caroline WOlff
Hans Kenkmann aus Köln meinte am Donnerstag, den 14.01.2010
Sehr geehrte Damen und Herren des Düsseldorfer Schauspielhauses,

ich habe dieselbe Frage wie Frau Bewersdorff aus Schwerte: Wird das Stück Dürrenmatts in nächster Zeit noch einmal gespielt? Auch ich würde gerne mit meiner Schulklasse eine Aufführung besuchen; der 22.1. ist aber zu nah.
Auch ich wäre für eine kurze Nachricht dankbar.

Herzlichen Gruß, Hans Kenkmann
Brigitte Bewersdorff aus Schwerte meinte am Montag, den 04.01.2010
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe vor einiger Zeit schon einmal nachgefragt, ob das Stück "Besuch der alten Dame" auf dem Spielplan stehe. Jetzt sehe ich, dass es für den 22. Januar geplant ist. Mich würde interessieren, ob es noch ein weiteres Mal, vielleicht im März oder April, in den Spielplan aufgenommen wird. Als Lehrer, der mit seiner Klasse kommen möchte, um das Stück zu sehen, müsste ich das im Hinblick meiner Gesamtplanung wissen. Ich wäre Ihnen deshalb sehr dankbar, Sie würden mir eine kurze Nachricht zukommen lassen.

Vielen Dank im Voraus und natürlich viele Grüße von

Brigitte Bewersdorff
Jo B. aus Malmsheim meinte am Montag, den 14.12.2009
Ich muss sagen, dass ich das Buch gut finde, das Theaterstück aber noch nicht gesehen habe-da bin ich aber mal gespannt wie es wird. Mfg Joe
big joe aus hanselstadt meinte am Montag, den 14.12.2009
jojojo ich bin ganz der meinung von klein joe
geiles buch
das stück sollte ich vielleicht auch noch sehen
mal sehn wann ich wieder geld habe
Kann mir jemand was leihen???
mfg big joe
big joe aus hanselstadt meinte am Montag, den 14.12.2009
jojojo ich bin ganz der meinung von klein joe
geiles buch
das stück sollte ich vielleicht auch noch sehen
mal sehn wann ich wieder geld habe
Kann mir jemand was leihen???
mfg big joe
Jo B. aus Malmsheim meinte am Montag, den 14.12.2009
Ich muss sagen, dass ich das Buch gut finde, das Theaterstück aber noch nicht gesehen habe-da bin ich aber mal gespannt wie es wird. Mfg Joe
Pharmd966 aus ewwpeeee meinte am Donnerstag, den 17.09.2009
Very nice site!
Barbara Claus aus Wuppertal meinte am Mittwoch, den 02.09.2009
Wie ich sehe, ist die wunderbare Inszenierung des "Besuchs der altenDame" noch im Programm.
Wann wird es wieder aufgeführt?
Vielen Dank im Voraus für die Information!
Barbara Claus
Philipp, Tim und Moe aus Duisburg, LFG, meinte am Dienstag, den 28.04.2009
Liebes Schauspielhaus Düsseldorf,
Ihre Interpretation des Werks von Dürrenmatt ist zwar sehr speziell, hat uns aber gut gefallen. Beginnend mit der außergewöhnlichen Idee das Publikum mit in die Handlung einzubeziehen, indem die Schauspieler im Zuschauerraum verteilt waren, war großartig.
Die moderne angepasste und teilweise vulgäre Sprache hat uns zugesagt und Ausdrücke wie "Wir sind hier doch nicht bei den Moslems" spiegeln unsere Gesellschaft zwar hart aber zutreffend wieder. Trotz der modernen Inzenierung sind orginal Sätze übernommen worden und brachten das Stück nach einigen abschweifungen wieder auf den Boden.
Zu bemängeln waren die teilweise leisen Dialoge und die sehr extrem dargestellte Inzenierung des Todes von Jll, den die Güllener ausbluten lassen haben.
Alles in allem fanden wir das Stück allerdings sher gelungen und ansprechend. Wir würden es sofort weiter empfehlen und dies war sicherlich nicht unser letzter Theaterbesuch!!

Mfg Phil, Tim, Moe (9a)
Drei sehr feine Herren (MVF) aus Landfermann-Gymnasium Duisburg meinte am Montag, den 27.04.2009
Dürrenmatt mal ganz anders

Die vom Düsseldorfer Schauspielhaus aufgeführte Version des Dürrenmatt Klassikers der Besuch der alten Dame unterscheidet sich deutlich von Dürrenmatts zuweilen langweiligem Original.
Sie ist unerwartet aktuell, durch die Vulgärsprache, die in vorherigen Beiträgen kritisiert wurde (siehe Martin Nellessen aus Realschule Jülich) und vor allem durch die im Publikum sitzenden Schauspieler sehr nah an den Zuschauer gebracht. Besonders die Projezierung der Gesellschaft auf das Publikum, indem es die Rolle der Bürgerschaft Güllens einnimmt, verdeutlichtet die Gesellschaftskritik des Stücks. Ebenso tun dies Typen, die Vulgärsprache und diskriminierende Aüßerungen loslassen. So lässt sich das Stück viel besser auf die heutige Gesellschaft übertragen als mit Dürrenmatts veralterter Variante. Auch die authentische Darstellung der Schauspieler hat uns überzeugt, da sie das Stück trotz weniger Requisiten gut umsetzten.

Insgesamt hat uns Ihre Vorstellung sehr gut gefallen und ist für alle nicht allzu konservative Menschen( wie z.B. Martin Nellessen aus Realschule Jülich) durchaus ansprechend.
Drei sehr feine Herren (MVF) aus Landfermann-Gymnasium Duisburg meinte am Montag, den 27.04.2009
Dürrenmatt mal ganz anders

Die vom Düsseldorfer Schauspielhaus aufgeführte Version des Dürrenmatt Klassikers der Besuch der alten Dame unterscheidet sich deutlich von Dürrenmatts zuweilen langweiligem Original.
Sie ist unerwartet aktuell, durch die Vulgärsprache, die in vorherigen Beiträgen kritisiert wurde (siehe Martin Nellessen aus Realschule Jülich) und vor allem durch die im Publikum sitzenden Schauspieler sehr nah an den Zuschauer gebracht. Besonders die Projezierung der Gesellschaft auf das Publikum, indem es die Rolle der Bürgerschaft Güllens einnimmt, verdeutlichtet die Gesellschaftskritik des Stücks. Ebenso tun dies Typen, die Vulgärsprache und diskriminierende Aüßerungen loslassen. So lässt sich das Stück viel besser auf die heutige Gesellschaft übertragen als mit Dürrenmatts veralterter Variante. Auch die authentische Darstellung der Schauspieler hat uns überzeugt, da sie das Stück trotz weniger Requisiten gut umsetzten.

Insgesamt hat uns Ihre Vorstellung sehr gut gefallen und ist für alle nicht allzu konservative Menschen( wie z.B. Martin Nellessen aus Realschule Jülich) durchaus ansprechend.
Dario, Christian, Jan & Matthias aus Dusiburg, LFG meinte am Montag, den 27.04.2009
Hallo, liebes Theaterteam Düsseldorf,

am 22 April besuchten wir mit unserer Klasse auf freiwilliger Basis das Theaterstück „Der Besuch der alten Dame“ und waren über Ihre Umsetzung überrascht. Im Gegensatz zum Original war die Sprache nicht trocken, sondern an die heutige Zeit angepasst. Vulgärausdrücke brachten den Jugendlichen das Stück näher. Auch moderne gesellschaftskritische, teils rassistische Witze kamen nicht zu kurz. Durch die spärliche Kulisse wirkte die Aufführung eintönig und war zunehmend auf die Charaktere fixiert.
Alles in allem gefiel uns diese moderne Inszenierung, da sie vom klassischen Theaterstück abweicht.

MfG
Melanie, Nadja, Olga, Patrizia aus LFG-Duisburg meinte am Montag, den 27.04.2009
Unser Eindruck von der Vorstellung

Als wir das Stück "Der Besuch der alten Dame" von Friedrich Dürrenmatt am 22.04.09 besucht haben, hatten wir zwar andere Erwartungen (eine klassische Inszenierung), waren aber dennoch nicht enttäuscht. Doch wir haben auch ein paar Kritikpunkte: Zwar fanden wir die Leistung der Schauspieler gut, doch einige Requisiten hätten das eigentliche Stück besser verdeutlicht. Ein weiterer Punkt waren unserer Meinung nach die etwas zu lang geratenen Reden der einzelnen Charaktere. Außerdem gab es viele Abweichungen von der eigentlichen Vorlage, beispielsweise wurde der Handlungsort verändert, diese waren allerdings nicht immer negativ. Positiv war, dass diese vor allem die Bedeutung des Stücks in der heutigen Zeit hervorhoben. Allerdings wurden die Charaktere verändert und waren erst Recht nach zahlreichen Schönheitsoperationen kaum noch identifizierbar. Letztendlich überwogen dennoch die positiven Punkte wie die innovative Inszenierung.
Thomas Böcker aus Essen meinte am Donnerstag, den 23.04.2009
Großes und lebendiges Theater! Die Geschichte wurde durch das Ensemble zeitgemäß umgesetzt, was ganz dem Geiste Dürrenmatts entspricht. Die Inszenierung glänzte zudem durch viele liebevolle, feine und witzige Details und Zitate. Obendrein erhielt ich von der bezauberndsten Darstellerin ein Autogramm. Kurzum: ein in jeder Hinsicht gelungener Theaterabend. Danke!
Thomas Böcker aus Essen meinte am Donnerstag, den 23.04.2009
Großes und lebendiges Theater! Die Geschichte wurde durch das Ensemble zeitgemäß umgesetzt, was ganz dem Geiste Dürrenmatts entspricht. Die Inszenierung glänzte zudem durch viele liebevolle, feine und witzige Details und Zitate. Obendrein erhielt ich von der bezauberndsten Darstellerin ein Autogramm. Kurzum: ein in jeder Hinsicht gelungener Theaterabend. Danke!
yannick riedel aus düsseldorf meinte am Donnerstag, den 26.03.2009
ich habe das buch gelesen und bin sehr beeindruckt! tolles stück!!!!!!!!!!
Alev aus Düsseldorf meinte am Sonntag, den 14.12.2008
Ein super Stück, hatte selten einen so energischen Theaterabend - großes Lob an die Leute vom Schauspielhaus!

Habe mir die Kritiken unten alle durchgelesen und bin sehr erstaunt, was die Zuschauer so als Kritik anbringen können, diese ist nämlich selbst meist auf Hartz IV-Niveau.
Ich denke nun wirklich nicht, dass das Schauspielhaus oder irgendein anderes Theaterhaus sein Publikum "abzocken" möchte und ich denke auch nicht, dass ein Regisseur seine Aufführungen nach dem milden Wirklichkeitsbild von Schülern inszenieren sollte (was Fäkalausdrücke angeht z.B.). Die Dinge, die kritisiert werden, wurden meiner Meinung nach nicht richtig verstanden, hier liegen also Interpretationsschwierigkeiten vor, an denen niemand was ändern kann, außer der vermeintlich "abgezockte" Mensch selber. Vorab-Infos, Offenheit und Reflexion sollte ein jeder Zuschauer schon mitbringen, sonst wird er von jeder Inszenierung enttäuscht sein, dass nicht alles vom Original drin ist, die Sprache zu modern ist, etc.
Die meisten sind ja nun wirklich übermäßig begeistert und das Publikum war nach dem Stück geradezu euphorisch - das ist doch wunderbar. Gibt immer mal ein paar darunter, die nicht so viel gerafft haben und eine ganz bestimmte Vorstellung davon haben, was sie nun geboten bekommen möchten. Kleiner Tipp: Dann macht's doch besser! :P

Wie gesagt, ein ganz großes Lob und Dankeschön an die Leute vom Schauspielhaus für einen tollen Abend!
David aus Düsseldorf meinte am Samstag, den 25.10.2008
Dass Dürrenmatts Dialoge langweilig sind, kann ich nicht behaupten, dennoch war das Stück sehr amüsant. Brilliant war vorallem die Besetzung des Bürgermeisters Siegfried. Das Drehbuch war zwar durch die vielen kritischen Themen, welche angesprochen wurden, extrem gewagt, doch war für mich jedenfalls die Moral des Stückes einleuchtend. Trotzdem war für mich ein Fäkalausdruck, der im Stück vom Kunstprofessor gesprochen wird, definitiv fehl am Platze.
Marc von Gickler aus Düsseldorf meinte am Donnerstag, den 28.08.2008
Ein brilliantes Stück! Absolut sehenswert!
Zum Glück gibt es nicht 1:1 Dürrenmatt's langweilige Dialoge wieder, sondern wurde in ein unterhaltsames, progressives und sozialkritisches Stück umgewandelt, in der der Zuschauer aktiv mit einbezogen wird.
Ich finde es sehr schön, daß unter der neuen Intendanz im Schauspielhaus ein frischer Wind mit innovativen Ideen weht. Weiter so!!!
Die ausverkaufte Vorstellung und der langanhaltende Applaus belegen, daß dieses Stück eine spitzenmäßige Aufführung ist.
Peter Klingel aus Korschenbroich meinte am Samstag, den 03.05.2008
Beste und lustigste Insznierung, die ich bisher gesehen habe. Besonders gut: Matthias Leja als Bürgermeister Siegfried!

Das anschließende Publikumsgespräch war auc sehr interessant. Man erfuhr etwas über die Produkion des Stückes, über das Textverhältnis Originalext zu neuem Text usw.

Alles in allem ist die Vorstellung sehr zu empfehlen!

Mfg Peter Klingel
Andreas Lappe aus Meerbusch meinte am Samstag, den 08.03.2008
Gestern war ich mit meiner Klasse bei euch im Schauspielhaus und hab mir den Besuch der alten Dame angesehen. Das Buch haben wir vor einiger Zeit gelesen und ich war gespannt, was ich zu sehen bekommen würde. Es war eine riesige, aber unglaublich positive Überraschung für mich, wie modern und originell das Stück, aber dennoch in Dürrenmatts Sinne, umgesetzt wurde. Der Anfang, bei dem das Publikum hübsch eingebunden wurde, setzte relativ hohe Maßstäbe für den weiteren Fortgang des Stückes. Es konnte diesem Druck jedoch standhalten und lockerte die ja teils dramatische Handlung durch den Bezug auf Düsseldorf und ein paar lockere Gags deutlich auf. Der toll inszenierte Schluss war dann der Höhepunkt des Stückes, das meine Erwartungen voll und ganz erfüllt bzw. sogar übertroffen hat. Insbesondere die schauspielerischen Leistungen sind anzusprechen. Wie uns vor dem Stück mitgeteilt wurde, ist ein Schauspieler krank ausgefallen, dessen umgeschriebene Rolle dann kurzfristig umbesetzt wurde. Trotz des "Zettels" in der Hand zeigte dieser eine überragende Leistung. Zudem hat sich eine Schauspielerin mit Mandelentzündung, von der man oberflächlich nichts gemerkt hat, auf die Bühne gestellt. Respekt! Auch die große körperliche Leistung Alfred Ill alias Rainer Galke, der sich beim Schluss großen körperlichen Strapazen aussetzte, ist hervorzuheben.

Insgesamt kann ich nur nochmal sagen, wie positiv überrascht ich von der originellen Interpretation war und das dieses Inszenierung ein großer Schritt ist, auch junge Menschen für das Theater zu begeistern!

Danke!
Tom aus Düsseldorf meinte am Donnerstag, den 14.02.2008
Oje; jetzt habe ich mir einige Kommentare durchgelesen und kann nur den Kopf über die negativen Äußerungen der Lehrerschaft u.a. schütteln. Es ist ja wirklich unglaublich, wie starr Manche in ihrem Denken sind und wie sehr sie an die Originaltexte von Dürrematt festhalten. Ich kann nur sagen, dass das Stück absolut stimmig ist und eine andere (ursprünglicher Text) Sprache zu dieser Inszenierung einfach fehl am Platze gewesen wäre. Finde es erschreckend, dass anscheinend manche Leute nur konsumieren können, ein Stück vorgesetzt bekommen wollen, was sie textlich von ihrem Buch zuhause kennen und völlig verwirrt sind ob der modernen, zeitgemäßen Inszenierung.

Die Einbeziehung des Publikums ist einfach genial, denn man kann sich direkt mit reinfühlen; fühlt sich als Güllener Bürger im Gemeindesaal und das ist ja auch ganz besonders wichtig für die Schlussszene und dafür, dass der Theaterbesucher sich dadurch als "Mitttäter" enttarnt, indem er sitzen bleibt... Will nicht mehr dazu verraten... Aber hier kann man sehen, wie schnell solche Mechanismen funktionieren und wie schnell man sich mitschuldig macht an Mord, Gewalt und Verbrechen, weil man einfach nicht aus der Menge herausstechen möchte... Ich besuche nun schon seit fast 20 Jahren mehr oder weniger häufig das Düsseldorfer Schauspielhaus und muss gestehen, dass mich noch nie eine Szene derart bewegt hat, wie die Schlussszene bei "Der Besuch der alten Dame". Mein ganz besonderes Lob an die Schauspieler und an die Inszenierung.

Manfred Meybohm aus Wesel meinte am Samstag, den 12.01.2008
Heute habe ich eine Inszenierung erleben dürfen, die meine vorurteilbehaftete Theatervorstellung vollständig modifizieren konnte. Ideenreichtum, grandiose schauspielerische Leistungen und überraschende Regieführung verbannen das Monstrum des "langweiligen Theaters" aus meiner gegenwärtigen Vorstellung.
Die Reduktion des Urtextes auf die grundlegenden Fragestellungen und auf der Basis dieser, die Anreicherung mit fiktiven Klischeefiguren der typisch gegenwärtigen Gesellschaft, bilden das Szenenbild für zeitgemäße gesellschaftliche Kritik. Der Zuschauer wird in einer ihm bekannten Welt mit den Fragestellungen Dürenmatts konfrontiert und hoffentlich nachdenklich gestimmt. Zahlreiche Denkanstöße und Reflexionsmöglichkeiten sind das nachhaltige Ergebnis dieses überraschend, schönen Theatererlebnises.
Ing aus Leverkusen meinte am Mittwoch, den 09.01.2008
jo das buch ist gut und lustig dafür das das ein altes Buch ist ^^
niclas aus leverkusen meinte am Mittwoch, den 09.01.2008
ja find ich auch jungs
Pascal aus Leverkusen meinte am Mittwoch, den 09.01.2008
Ein sehr gutes Buch mit einem tiefen hintergrund, ich freue mich bereits auf die Vorstellung und die Umsetzung des Regisseur.
Ramona aus Leverkusen meinte am Mittwoch, den 09.01.2008
Ick habe das Buch der Besuch der alten Dame gelesen und habe viel spaß gehabt. Friedrich Dürrenmatt hat es sehr spannend und interessant geschrieben
Joachim Harms aus Düsseldorf meinte am Montag, den 07.01.2008
Meine Freundin und ich wurden am Silvesterabend angenehm überrascht von dem regelrechten Feuerwerk, das uns geboten wurde.
Eine passende Gesellschaftskritik, die meines Erachtens voll im Geiste von Dürrenmatt ist.
Meine Hochachtung an Regie und Schauspieler.
Über die teilweise negative Kritik seitens des Lehrkörpers bin ich erschüttert, denn gerade die sollten doch begrüßen, dass die gesellschaftliche Relevanz von Stücken wenn auch durch drastische Mittel zum Ausdruck kommt und nicht einer musealen Beschaulichkeit geopfert werden.
Aber es ist interessant zu beobachten, dass sich die Kritik meistens an sexuellen oder fäkalen Details entzündet. Anscheinend berühren uns diese Themenkreise viel mehr als einige zugeben möchten.
Besonders gefallen hat mir der Zeitbezug, wobei einzelne Rollen mit Personen des öffentlichen Lebens in Düsseldorf in Verbindung gebracht werden konnten.



Was mich bei heutigen Theatervorstellungen im allgemeinen stört ist die Klatschwut einiger Zuschauer. Ein stück geht zu Ende und es wird weder den Zuschauern noch den Schauspileren eine Sekunde Zeit zum Nachhall gegeben. Mir drängt sich der Eindruck auf, einige Zuschauer gehen ins Theater um ihre vermeintliche Kenntnis durch übermäßiges und viel zu schnelles Klatschen zur Schau zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen Joachim Harms

Beatrix Wenk aus 40599 Düsseldorf meinte am Mittwoch, den 21.11.2007
Ich war schon lange nicht mehr im Theater.
Ich hatte einen unterhaltsamen und ein bißchen nachdenklichen Abend und bin noch voller Hochachtung für die Leistung des Ensembles.
KHS, Wiesbadener str. 10 aus 57439 Attendorn meinte am Dienstag, den 21.08.2007
Geehrte Damen und Herren,
ich möchte im Oktober oder November mit 18 Schülern und 2 Lehrern Ihr Stück der Besuch der alten Dame besuchen. Kann ich online Karten bestellen? Wann wird das Stück in diesen Mon. aufgeführt?

A. Schulke
Anja König aus 47608 Geldern meinte am Samstag, den 16.06.2007
Eine tolle Inszenierung, wunderbare Texte, witzige Karikaturen einzelner in der Gesellschaft... wir waren begeistert. Das macht Lust auf mehr Theaterbesuche. Die Anspielungen auf das christliche Abendland und den Islam meinen wir verstanden zu haben... allerdings haben wir heftig über die Schlussszene diskutiert. Warum wird Alfred Ill am Ende geschächtet? Für Interpretationstipps wären wir dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Anja König
Andrea Osche aus Düsseldorf meinte am Sonntag, den 10.06.2007
Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir waren in der gestrigen Vorstellung und möchten Ihnen, dem Schauspielhaus, Herrn Lösch und Herrn Lepschy erst einmal ein großes Lob für die überaus gelungene Inszenierung aussprechen. Wir saßen nach dem Stück mit Freunden noch länger beisammen und haben angeregt über die Inszenierung und darüber diskutiert, ob das Ende wirklich so drastisch hätte ausfallen müssen. Wir sind der Meinung: ja. Ein unblutiger Mord würde den Zuschauer zwar beklommen eine gewisse Mitschuld spüren lassen, jedoch wäre dieser Mord quasi "sauber", ähnlich den chirurgisch präzisen Operationen der Amerikaner im Irak. Vielleicht wäre man selbst dann sogar dazu in der Lage, das Ende lediglich als einen folgerichtigen Schlusspunkt einer zwangsläufigen, wenn auch perversen Entwicklung zu betrachten. Dieses Hinausstehlen aus der Empathie hinein in die Rationaliät wird einem durch das blutige Abschlachten unmöglich gemacht.

Doch auch die Zeit- und Lokalbezüge und natürlich das von Anfang an mit einbezogene Publikum waren wunderbare Elemente der Inszenierung, ganz abgesehen von der Qualität des gesamten Ensembles.

Eines hat uns allerdings sehr besorgt gemacht. Es war unübersehbar, dass Herr Galke in der Schlussszene extremen körperlichen Belastungen ausgesetzt war und diese nur schwer verkraftet hat. Wäre es nicht möglich, die abschließenden chorisch vorgetragenen Statements kürzer zu fassen?
Wir fürchten ernsthaft um die Gesundheit dieses hervorragenden Schauspielers, sollte er weiterhin diesen Strapazen ausgesetzt sein.

Auch schauspielerisches Engagement darf nicht so weit gehen, dass ein Mensch dabei zu Schaden kommt. Bitte übermitteln Sie Herrn Galke unsere Hochachtung für seine Leistung und unsere besten Wünsche für eine rasche Erholung.

Mit freundlichen Grüßen
Andrea Osche

Steffi aus Düsseldorf meinte am Samstag, den 09.06.2007
Ich fand´s cool! Eigentlich hatte ich gar keine Lust auf Theater, weil Theater meistens langweilig ist. ABER diese Inszenierung hat mir richtig gut gefallen. Ich finde alle Stücke sollten in die "neue" Zeit "übersetzt" werden, denn sonst stirbt Theater bald aus, da hauptsächlich die älteren Generationen ins Theater geht, diese aber auch nicht mehr lange sein werden. Und wenn dann nicht die Jugend anfängt Gefallen an Theater zu finden, kann man bald die Theater schließen.
Doch eine Sache möchte ich negativ kritisieren: Wenn Alfred und Clara am Anfang auf dem Boot im Kreis fahren, sollte "my heart will go on" von Celine Dion gespielt werden.
Aber wie schon gesagt: Ich fands toll!!!Es war lustig, spannend und vor allem NICHT LANGWEILIG!!! Danke für den schönen Abend.
Lg Steffi
Anselm aus Düsseldorf meinte am Samstag, den 09.06.2007
Ich habe mir das Stück hgeute angesehen und muss sagen, dass ich begeistert bin. Es ging direkt spannend und ungewöhnlich los, das Publikum wurde mit einbezogen und die sehr gute schauspielerische Leistung kam vor dem kargen Bühnenbild sehr gut zur Geltung. Alle Schauspieler haben auf ihre Weise ihre Rollen so mit Leben gefüllt, dass ich an diesem Abend gar nicht entscheiden konnte, wer mir am besten gefallen hat.
Mein einziger Kritikpunkt ist von eher technischer Natur und richtet sich ans Schauspielhaus:
Warum musste die Musik so laut aufgedreht werden? Auch die Gewehrschüsse fand ich schon extrem laut.
Julia aus Düsseldorf meinte am Montag, den 04.06.2007
mir hat das Theaterstück sehr gut gefallen. Es war nicht so langweilig wie man es von vielen Theaterstücken her kennt. Die Schaupieler waren ebenfalls sehr gut und die Intention kam auf jedenfall zum Vorschein. Jedes Theaterstück müsste auf moderner Art herübergebracht werden. Dann würden sicher mehr Jugendliche ins Theater gehn. Kompliment
Tina S. aus Neuss meinte am Freitag, den 20.04.2007
An PaTi:
An keiner Stelle habe ich irgendeine Vermutung geäussert, dass die Lehrer das Theaterstück nicht zusammen mit den Schülern besucht haben.
Meine Meinung ist nur, dass die Lehrer sich vorher über die Inszenierung informieren sollten.
Wie auch immer, pubertäre Äusserungen wie "noch ganz klar im kopf" zeigen wohl auch, dass das geistige Niveau noch nicht für anspruchsvollere Dinge( wie z.b. theater) reicht.
Ich hoffe jedoch sehr, dass ihr irgendwann mal ein Stück besucht, was euch gefällt und ihr eure Meinung ändern könnt.
Das Schöne am Theater ist ja, dass verschiedene Stücke auf verschiedenste Weisen inszeniert werden!
denis aus düdo meinte am Donnerstag, den 19.04.2007
oh mann was für ne teenager einstellung!
wenn du nen schlechten film gesehen hast gehste doch auch noch ins kino oder nicht ?

wenn du jetzt nie wieder ins theater gehst ..wirste auch nie was besseres sehen ...also deine bildungsstand immer auf dem besuch der alten dame lassen!...ein bisschen arm oder ?

anil aus hückelhoven meinte am Freitag, den 06.04.2007
großes kompliment an alle die am stück mitbeteiligt waren.

das stück war im gegensatz zum eher tristen trockenen original originell und humorvoll umgesetzt.
die intention kam sehr schön heraus.
wobei ich die dialoge in der schlussszene nicht abgewandelt hätte, die waren bei dürrenmatt super.
die kritik über paar vulgäre begriffe find ich sehr amüsant.geht ihr denn gar nich mehr durch die stadt oder durch problembezirke?da sind doch sprüche wie "er massiert ihr die eierstöcke bis er goldtaler ejakuliert" nix gegen und eher eine lustige ironie.

dass paar figuren fehlen ist a uch nich schlimm. den den man hätte vermissen können war der pfarrer, aber der wurde ja mit der figur der lehrerin wunderschön vereint.das war wirklich klasse.

die widerkehrenden aktuellen bezüge (vom islam bis zur raf) fand ich am besten, daran sieht man wie aktuell das stück doch wieder ist.

ich geh nicht oft ins theater aber das stück hat mich dazu motiviert.
in diesem sinne, prost auf unsere abendländische kultur und werte...
hasta siempre...
Eric Moll aus Jüchen meinte am Freitag, den 30.03.2007
Die harsche Kritik an der Aufführung hat mich sehr überrascht.

Wenn ich ins Theater gehe, will ich nicht die zehntausendste 1:1 Umsetzung einses sattsam bekannten Stückes sehen, sondern eine aktuelle Auseinandersetzung mit dem Stoff. Und das mit Emotion, Humor und es darf auch mal etwas krachen. Wer sich über den Satz: "Ich geh jetzt Erstsemester vögeln!" aufregt, scheint mir von der Realität wenig berührt.

Die bildungsbürgerlische Umsetzung in politisch korrekter Sprache, die in vielen Kommentaren (ich nehme an, häufig von Lehrern) gefordert wird, läuft doch genau auf die vorgeworfene Banalisierung hinaus. Denn hierdurch wird doch verschleiert, dass die im Stück gezeigten Verhaltens- und Denkmuster im wahren Leben brutale Konsequenzen haben.

Ich fand "Der Besuch der alten Dame" orginell und witzig umgesetzt, die Kernaussage von Dürrenmatt wurde (allerdings drastisch) auf den Punkt gebracht.

Klasse! Weiter so!

Mit freundlichen Grüßen

Eric Moll
Nellessen aus Jülich meinte am Dienstag, den 27.03.2007
Sehr geehrter Herr Lepschy, Sehr geehrte Frau Lorenz,
vielen Dank für Ihre Mail. Bitte entschuldigen Sie vielmals meine späte Reaktion, aber ich habe mein Mailkonto erst heute abgefragt.

Über Ihr Gesprächsangebot freue ich mich wirklich sehr, denn meine Verstimmtheit über die Inszenierung hatte sehr viel damit zu tun, dass meine Schüler äußerst enttäuscht und frustriert waren von dem Niveau der Aufführung und deshalb jegliche Lust an künftigen Theaterbesuchen verloren haben und dies leider auch noch in der ganzen Jahrgangsstufe kund taten. Genau das Gegenteil wollten wir Lehrer mit dem Theaterbesuch eigentlich erreichen! Große Enttäuschung also auf unserer Seite.

Aber vielleicht kann ja ein Gespräch mit Ihnen etwas Positives bewirken, das würde mich sehr freuen.

Ich werde Ihr Angebot meinen Schülern gerne unterbreiten und Sie persönlich anrufen.

Mit freundlichen Grüßen

M. Nellessen
Düsseldorfer Schauspielhaus aus Düsseldorf meinte am Montag, den 26.03.2007
Sehr geehrter Herr Nellessen,

wir bedauern sehr, dass Sie auf unser Angebot zum Gespräch mit Ihnen und Ihrer Klasse, das wir Ihnen am letzten Dienstag, 20.3., per e-mail zukommen ließen, nicht geantwortet haben, sondern lediglich Ihre Unterstellungen hier im Forum wiederholen. Das tut uns leid. Der Austausch und die Diskussion mit unserem Publikum sind uns ein großes Anliegen. Deshalb hätten wir uns gerne mit Ihnen und Ihren Schülern über die Aufführung auseinandergesetzt, die jedenfalls keine „reduzierte“ Version des Stücks ist, sondern eine streitbare Aktualisierung.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Lepschy
Dramaturg
Düsseldorfer Schauspielhaus
P.Patt aus Neuss meinte am Samstag, den 24.03.2007
Wenn ich Dürrenmatts feinsinniges Stück für das RTL-Fernsehen herunterbrechen müßte, würde ich es ähnlich grobschlächtig ins Werk setzen wie der Regisseur.Alles in allem eine Verhöhnung des Publikums.
M. Nellessen aus Jülich meinte am Donnerstag, den 22.03.2007
Kommentar zum Keegen-Kommentar.
So, Sie finden es also „ unglaublich schade, dass die Inszenierung bei manchen Leuten so komplett falsch aufgefasst wird“. Das finde ich allerdings auch, denn einige haben es wirklich noch nicht verstanden: Abzocke bleibt Abzocke. Dürrenmatt hat in der Lötsch-Inszenierung nur als Publikumsmagnet fungiert. Der Inhalt wurde so reduziert, damit man mit wenigen Schauspielern auskommt (so fehlten Roby+Toby, die Kinder von Ill, die Figur des Gattten, der Pfarrer, Zugführer etc., etc.).
Und das Bühnenbild, bestand aus einem Motorboot und einer Urne – da lachen ja die Hühner, da macht sich ja jede Schulaufführung mehr Arbeit und mehr Gedanken als das Schauspielhaus Düsseldorf. Das „Bühnenbild“ ist eine lieblose und fantasielose Sparversion der Sparversion und unpassend noch dazu.
Die ganze Inszenierung wirkt, als wenn sie im Vollrausch nach dem Rezept ausgedacht wäre: Man nehme etwas Lokalpatriotismus (vgl. Schunkelliedchen der Anfangsszene auf das Düsseldorfer Bier – sowas kommt immer gut), Fäkalsprache (die wiederhole ich hier nicht, macht scheinbar nur einigen Kommentatoren so richtig Spaß), billige Kopulationsspiele wie im Pornofilm 3. Klasse und dann wirft man nach guter alter Dick und Doof-Manier mit einer schleimigen Masse herum (hier: abgesaugtes Wohlstandsfett – wie einfallsreich!). Ach ja, etwas laute Ballerei gehört auch dazu, weckt die Leute auf. Und viel Blut muss strömen, natürlich, dann ist man voll cool, zumal die Computerspiele gerade diesbezüglich kritisiert werden.
Tipp fürs nächste Mal, Herr Kegen und Herr Lösch: Wie wäre es mit einer Steigerung, vielleicht mit echtem Blut, vielleicht mit einer Kettensäge? Gehe ich Ihnen zu weit? Ach, seien Sie mal nicht so zimperlich, das ist sicherlich nur eine Frage der Zeit, dann finden sie das auch toll und gehen gleich dreimal hintereinander herein, um alles zu verstehen. Aber vielleicht schauen Sie sich mal die naturgetreue Version von Dürrenmatt an, Sie werden – hoffentlich – schnell merken, dass Dürrenmatt Niveau hat und zeitlos, satirisch, kritisch, wortgewaltig ist und zum Denken anregt, nicht aber nur zum Ekeln wie die Lötsch-Verhunzung.
Daniel S. aus Ratingen meinte am Montag, den 19.03.2007
Also mir gefiel das Stück ausserordentlich gut.
Was mir nicht gefiel war das Verhalten mancher Lehrer während der Aufführung. Relativ laute Unterhaltungen, Zwischenrufe und Klatschen mitten im Stück. Danke an die Lehrerschaft die mir damit das Verfolgen des Stückes an manchen Stellen erschwert hat.
Dominic Keegan (17), Marienschule aus Mönchengladbach meinte am Montag, den 19.03.2007
Hallo nochmal,
ich habe mir das Stück noch ein zweites mal angeschaut, weil ich es einfach zu gut fand und da ich die Kommentare hier im Gästebuch gelesen habe, musste ich doch noch einen zweiten Kommentar abgeben:

Meiner Meinung nach ist es unglaublich schade, dass die Inszenierung bei manchen Leuten so komplett falsch aufgefasst wird.

1. Das Stück ist nunmal nicht nur "Der Besuch der alten Dame" sondern "Der Besuch..." in >Nachbeabeitung des Ensembles<. Deshalb hatte ich überhaupt keine Probleme mit dem Bühnenbild, da dieses nur auf den eigentlichen sinn des Stücks beschränkt (wer ein Natrualistisches Bühnenbild möchte, lebt in der Falschen Epoche). Auch das moderne und die Dialoge, die auf die momentanen Situationen in der Welt abziehlen sind genau richtig, da das Stück in der >Gegenwart< spielt.

2.Anscheinend scheinen einige der Personen, die das Stück gesehen haben nicht zu verstehen, was doch eigentlich glasklar durch den Ausspruch "Wir sind keine Muslime - Unsere Werte verpflichten" erzeugt wird. Natürlich erscheint er ganz klar provozierend, aber spiegelt er keinesfalls die Meinung der Schauspieler oder Dramaturgen wieder. Im Gegenteil. Durch die Schächtung am Schluss wird die Kritik an der Gesellschaft nocheinmal unterstrichen und unsere eigenen Werte in Frage gestellt.

3. Theater lebt von Übertreibungen. Deshalb sind Ausdrücke wie Fotze keinesfalls falsch im Theater. Natürlich schockieren sie, doch kann man, wenn man alleine in diesem Forum liest doch einige Ausdrücke lesen, die wahrscheinlich normalerweise zu vermeiden wären:
"wir fühlen uns verarscht".
Die Übertreibung von Arsch kann auch Fotze sein und bei Satiren wird nunmal übertrieben, ob man sich damit abfinden kann oder nicht.

4. Auch die heftigs kritisierte "Kopulation" auf der Bühne spiegelt die moderne Welt ganz klar und deutlich wieder. Sendungen, die Mittags auf diversen Privatsendern im Fernsehen laufen kennen kein anderes Thema und über die "moderne Kultur" die uns so beeinflusst und an deren Lippen wir hängen (Paris Hilton etc.) macht mit ihren Affären und "Sex-Geschichten" nicht nur Millionen, sondern auch Schlagzeilen, die komischerwiese einen großteil der westlichen Welt brennend interessieren.

5. Zu guter letzt möchte ich noch auf die Aktion des Künstlers kommen, die Yacht mit Fett zu bewerfen zu sprechen kommen.
Auch hier scheinen wenige den Sinn verstanden zu haben. Natürlich kann ich mich täuschen, doch habe ich das ganze als Kritik an moderner Kunst aufgefasst. Ein Künstler, wie Joseph Beuys, der mit Fett arbeitete und das Endprodukt als "Aktionskunst" verkaufte, kann und wird von vielen Leuten nur mit kopfschütteln belächelt. Hier wurden seine Werke ins komische Gertieben. Ob man es als Kunst auffasst oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen.

Ich hoffe doch sehr, dass ich manchen der Kritiker hier meine Interpretation der Aufführung näher bringen konnte und Augen öffnen konnte.
Wenn man heutzutage die Augen vor der Wirklichkeit, so grausam bzw. übertrieben sie auch erscheinen mag, verschließt, sollte man sich weder moderne Kunst noch modern überarbeitete Theaterstücke angucken. Außerdem bezweifel ich, dass alle Schüler von dem Stück entsetzt gewesen sind.
Auch die Aussage, dass das Stück zu viele "Lacher" hatte und somit von der eigentlichen Aussage ablenkt kann ich nicht nachvollziehen, da Dürrenmatt selbst sagte:

"Nichts zerstört das Stück mehr, als tierischer ernst."

Vielen Dank, für die gelungene Inszenierung
Mit freundlichen Grüßen
Dominic Liam Keegan
Monika Korte aus Düsseldorf meinte am Freitag, den 16.03.2007
Herrlich, diese Diskusionen! Das macht doch richtig Spaß, sich die verschiedenen Meinungen durchzulesen.Bin seit 20 Jahren regelmäßiger Zuschauer und das Stück ist phantastisch. Die Jugend wird aber noch dahinkommen.Der Blick muss noch viel weiter geöffnet werden. Bin selbst Mutter von 3 Kindern. Freue mich schon, auf die nächsten Vorstellungen.
Tina S. aus Neuss meinte am Freitag, den 16.03.2007
Auch wenn meine Meinung hier jetzt genauso unkonstruktiv ist wie die, einiger Kommentatoren hier, fühle ich mich geradezu gezwungen ebenfalls einen Kommentar abzugeben.
Ich denke zum einen, dass man das Stück gesehen haben sollte, um hier einen Kommentar zum Stück abgeben zu können und nicht Beiträge mit Formulierungen wie "Meine Mitschüler haben mir erzählt...und deswegen schreibe ich mal hier...und gehe nie wieder in ihr Theater" abgeben muss.
Vielleicht sollte beachtet werden, dass das Stück den Zusatz "nach Dürrenmatt in einer Bearbeitung des Ensembles" trägt und man deswegen nicht erwarten kann, dass es wie Dürrenmatts Stück ist.
Zum anderen denke ich, dass Lehrer, die mit ihren Schülern ein Theaterstück besuchen, sich 1. vorher über die Inszenierung informieren sollten und 2. auch hinterher die besuchte Inszenierung mit ihren Schülern besprechen sollten.Bei den Kommentaren der Schüler aus Jülich, habe ich nicht den Eindruck, dass dies geschehen ist.
Ausserdem möchte ich noch darauf eingehen, dass das Stück, wie ich finde nicht, wie hier schon öfter geschrieben wurde, durch den Satz "Wir sind doch keine Moslems" fremdenfeindlich oder diskriminierend ist, denn dadurch, dass Ill am Ende von den anderen Güllenern umgebracht wird hebt sich genau diese Behauptung ,in meinen Augen, wieder auf.
Ich finde das Stück sehr gelungen und stimme Monika Korte zu, dass der Blick der Jugend sich wohl noch weiter öffnen muss.
Mit freundlichen Grüsse,
Tina
Anna Pillen aus Goch meinte am Donnerstag, den 15.03.2007
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich habe am 10.03.07 gemeinsam mit meiner Schulklasse (9. Klasse) Ihr Theaterstück besucht und möchte nun einige Anmerkungen dazu machen.
Zunächst möchte ich bemerken, dass Ihre Inszenierung in vielen Punkten sehr weit vom ursprünglichen Stück Dürrenmatts entfernt ist, was zwar bei einer Neuinszenierung auch durchaus üblich sein mag, besonders im Hinblick auf Ihren Versuch, es aktuell zu gestalten, mir persönlich allerdings nicht gefallen hat, da Dürrenmatts Version doch eindeutig mehr Feinheiten aufweist. Zwar haben Sie sich die Grundzüge seines Dramas bewahrt, aber haben seine Ideen nicht wirklich umgesetzt. Was mich wirklich gestört hat, war, dass, wo Dürrenmatt mit gewandtem Ausdruck und kleine Spitzfindigkeiten gepunktet hat, jetzt mit Fäkalsprache um sich geworfen wird. Auch die Tatsache, dass Ihre Inszenierung sehr minimalistisch, mit nur wenigen Requisiten und Schauspielern, gehalten ist, stört mich etwas, da ich finde, man hätte durchaus mehr aus dem Stück herausholen können, indem man es etwas aufwendiger gestaltet, denn auch unser Leben besteht nicht nur aus einem Schiff. Vielleicht sollte all dies nur die Groteske, die auch Dürrenmatts Version enthält verdeutlichen, doch ich finde, hier wurde eindeutig übertrieben. Letztendlich bleibt mir als Haupteindruck Ihrer Inszenierung nämlich nur dies zurück: Es handelt sich dabei letztlich doch nur um eine Aneinanderreiung von Provokationen, wie die schön erwähnte Fäkalsprache, eine nationalsozialistische Geste oder die bewusste Ausgrenzung einzelner Menschengruppen, wie Frauen, Menschen mit Behinderungen oder Muslime, die fast jeglichen Bezug zum ursprünglichen Stück und damit zu Dürrenmatts ureigenem Stil, der dieses doch so aussagekräftig gestaltet, verloren hat.
Nina Schild aus Düsseldorf meinte am Donnerstag, den 15.03.2007
So begeistert ich seit meinem Umzug nach Düsseldorf ich von Spielplan und Inszenierungen bin, bin ich auch gleichermaßen enttäuscht vom Publikum. Mir scheint es das die Gesellschaftskritik hinter den Stücken durchgehend falsch aufgefasst wird und das "Düsseldorfer Publikum" sich großteils nach weichgespülten TV-Formaten sehnt, die einem ganz klar SchwarzWeiß vermitteln.
Wie wäre es mal mit Gehirn einschalten und beispielsweise bemerken, dass im Theater Figuren auftreten, die nicht zwangsläufig Meinung des Autoren/Schauspielhauses vermitteln, sondern die Aussagen machen die im Zentrum aller Kritik stehen.
Dürrenmatt selbst hat seinerseits genug provoziert, dass muss man doch in irgendeiner Form vermitteln können. Die Uhren haben sich eben weiter gedreht. Die Gesellschaft ist ordinär und stumpf und wenn man Kritik an dieser übt, muss man sich eben um das darzustellen auf ein gewisses Niveau begeben. Will denn hier keiner mehr schockiert werden?
Desweiteren kann man, wenn man mit einer Klasse ein Stück besucht, sich im vornerein mal ein paar Kritiken durchlesen.
Das wäre vielleicht ganz angebracht, zumal das Stück schon eine Weile läuft.
Martin Nellessen aus Realschule Jülich meinte am Donnerstag, den 15.03.2007
Schauspielhaus Düsseldorf: Nein danke!
Reine Abzocke im Düsseldorfer Schauspielhaus!
Gelockt wird mit dem Publikumsmagneten Dürrenmatt, geboten wird ein reißerisches und oberflächliches Vulgärtheater, wie man es bei Billigkinos erwartet. Wir fühlen uns um unser Geld und unsere Zeit betrogen und sind wütend über die sexistische, menschenverachtende, ausländerfeindliche und brutale Verwurstung des Stoffs, die mit Dürrenmatts „Besuch der alten Dame“ nicht mehr viel zu tun hatte.

„Besuch der Alten Dame“ von Dürrenmatt, das lockt an, da freut man sich drauf, deswegen fuhren wir am 11. März mit ca. 40 engagierten Schülern der Klassen 10 von Jülich nach Düsseldorf. Es war für die meisten jungen Erwachsenen das erste richtig große Theater, aber leider für die meisten auch das letzte, wie sie fast einhellig sagten. „Nie wieder ein Theaterbesuch“, meinten viele und erzählten es auch bald überall in der Schule herum.

Warum, wollen Sie wissen? Ich versuche es kurz zu machen:
Fäkalsprache ist wohl allen pubertierenden Schülern von heute recht geläufig, aber in dem Ausmaß wie in der Inszenierung von Düsseldorf, das ekelte sogar die Schüler an. Aussprüche wie „Fotze“ oder „Ich mach` deinen Arsch so rund, dass du im Kreis scheißt!“, gehören nicht in Dürrenmatts Stück. Man muss auch nicht prüde sein, um über Aussprüche wie „Ich geh’ jetzt Erstsemester ficken“, Abscheu zu empfinden.
Übrigens fühlten sich moslemische Bürger sicherlich unangenehm berührt, als bei der geforderten Todesstrafe für Ill der religionsverachtende Ausspruch fiel: „Wir sind doch keine Moslems!“
Kopulationsspiele auf der Bühne! Mein Gott, wollen Sie mit billigen Etablissements oder Pornofilmen konkurrieren?
Auch das brutale Aufhängen des Hauptdarstellers und die ekelhaft blutige Schlachtszene, in der das Blut nur so strömte, sind brutaler als manches Videospiel ab 18 Jahren und völlig unpassend.

Noch 2 Tipps für den Intendanten:
1. Wenn Sie wirklich meinen, einen guten Stoff umarbeiten zu müssen, dann machen sie es nur, wenn Sie es besser können als der Urheber oder lassen Sie um Gottes Willen Ihre Finger davon.
2. Missbrauchen Sie bitte künftig nicht mehr den Namen eines hochkarätigen Künst-lers und die Anziehungskraft seiner Welterfolge, um Ihre armseligen Einfälle aufzu-führen. Haben Sie doch den Mut und versuchen Sie es mal unter Ihrem eigenen Namen!

Gerne geben wir alle Ihnen noch weitere Tipps zur Verbesserung des mageren und unpassenden Bühnenbildes oder dazu, wie sie die überflüssigen pyrotechnischen Knalleffekte vermeiden können. Wir könnten Ihnen auch sagen, was künstlerisch an-spruchsvoller ist, als ein Motorboot über mehrere Minuten mit „Fett“ zu bewerfen, das man sich hat absaugen lassen. Einfach eklig und phantasielos und nutzlos. Damit wird man nicht berühmt. Schade nur, dass nun viele meiner Schüler nie wieder ein Schauspiel sehen wollen. Deswegen bin ich wütend auf Sie. Schönen Tag noch.
M. Nellessen, Jülich
birgit virkus aus düsseldorf meinte am Mittwoch, den 14.03.2007
sehr geehrtes ensemble,

besten dank für die ausgezeichnete inszenierung - auch an die kollegen in der maske - es hat mir sehr gut gefallen. weiterhin viel erfolg und gelungene aufführungen

mit vielen grüßen
birgit virkus
Gabi Otto-Münnich aus Bottrop meinte am Montag, den 12.03.2007
Am 10.03. habe ich eine Aufführung des Stücks "Der Besuch der alten Dame" gesehen. Ich muss Ihnen und dem Ensemble ein Kompliment machen. Die "Botschaft" des Stückes wurde hervorragend in unsere Zeit übertragen. Die grotesken Züge wurden in jedem Teil der Inszenierung deutlich. Das grellbunte Schlussbild der schönheitsoperierten Güllener war mit seiner menschenverachtenden Attitüde die perfekte Kulisse für den abgeschlachteten Ill. Die offensichtliche Fröhlichkeit ließ breiten Raum für Entsetzen und Selbsterkenntnis.
Jörg Wegener aus Mettmann meinte am Sonntag, den 11.03.2007
Ein brilliantes Stück! Absolut sehenswert!
Zum Glück gibt es nicht 1:1 Dürrenmatt's langweilige Dialoge wieder, sondern wurde in ein unterhaltsames, progressives und sozialkritisches Stück umgewandelt, in der der Zuschauer aktiv mit einbezogen wird.
Ich finde es sehr schön, daß unter der neuen Intendanz im Schauspielhaus ein frischer Wind mit innovativen Ideen weht. Weiter so!!!
Die ausverkaufte Vorstellung und der langanhaltende Applaus belegen, daß dieses Stück eine spitzenmäßige Aufführung ist.
Düsseldorfer Schauspielhaus aus Düsseldorf meinte am Donnerstag, den 15.02.2007
Sehr geehrte Frau Jatta,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Ihre Entrüstung würde ich sofort teilen, wenn die von Ihnen genannten Sätze so oder in anderem Zusammenhang fielen. Allerdings beruht Ihre Verärgerung auf Textstellen, die so entweder gar nicht oder in einem Kontext verwendet werden, der eindeutig die Position einer Figur im Stück erkennbar macht, keinesfalls aber die Haltung der Aufführung wiedergibt. Ganz im Gegenteil. Grundsätzlich ist es so, dass Theaterfiguren immer wieder gesellschaftliche Diskurse und politische Positionen zum Ausdruck bringen, die wir deshalb noch lange nicht teilen bzw. sogar eindeutig verurteilen.

Gestatten Sie zu den von Ihnen genannten Passagen folgende Anmerkungen: Der erste Ausdruck kommt in unserer Aufführung "Besuch der alten Dame" nicht vor. Da hat sich Ihre Tochter wohl verhört. Vermutlich meint sie die Stelle, in der Claire Zachanassian von einer Figur im Stück als „Judithfotze“ beschimpft wird – in Anspielung auf das Rachemotiv der mythologischen Judithfigur. Das steht im Zusammenhang einer ganzen Reihe von Beschimpfungen, die „Günter“, eine Figur im Stück, an weitere mythologische Rachefiguren (z.B. auch „Möchtegernmedea“) koppelt.

Das zweite Zitat entlarvt sich im Zusammenhang als populistische Bemerkung einer Figur im Stück: Der Bürgermeister, der die Tötungsforderung von Claire Zachanassian empört zurückweist, beruft sich dabei scheinheilig auf die Grundwerte des christlichen Abendlands (übrigens ähnlich wie bei Dürrenmatt) in Abgrenzung zu anderen Kulturen (in diesem Zusammenhang fällt das Zitat). Eben dieser Bürgermeister vertritt am Ende des Stücks dann die Hinrichtung von Alfred Ill wiederum im Namen derselben Werte. Der Satz macht also die demagogische Argumentationsweise des Bürgermeisters deutlich und zitiert dabei eine aktuelle politische Haltung. Somit erzählt er vor allem etwas über die Figur, die ihn ausspricht.

Das angesprochene "Hantieren" mit einem "Dildo" steht im Zusammenhang einer grotesk überzeichneten Szene, in der alle Schauspieler ihre operativ verjüngten Körper (anhand von erkennbar übertriebenen Schaumstoffteilen) zur Schau stellen.

Wir hoffen, dass wir Ihre Fragen damit klären konnten.
Außerdem laden wir Sie herzlich ein, sich die Vorstellung einmal anzusehen, um selbst ein Bild davon zu bekommen. Weiterhin dürfen wir Sie und Ihre Tochter auch zu unserem nächsten Publikumsgespräch am 6. März einladen. Im Anschluss an die Aufführung besteht dort Gelegenheit, mit den Beteiligten der Produktion zu diskutieren.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Lepschy
Dramaturg
Düsseldorfer Schauspielhaus

Gesine Jatta aus Düsseldorf meinte am Mittwoch, den 14.02.2007
Können Sie mir erklären, was Ausdrücke wie "...jüdische Fotze".... und ..."wir sind doch keine Moslems"... in diesem Stück zu suchen haben? Warum mit Dildos hantiert wird? Zur Erklärung: Meine Tochter (14 J.,9. Klasse) war mit ihrer Schulklasse (Cecilien-Gymnasium) am Sonntag abend in der Vorstellung und erzählte mir ziemlich entrüstet von obigen "Zitaten". Trotz aller "Modernität", Aktualität/Zeitbezugs und "Freiheit" des Regisseurs, ist das für mich nicht nur unverschämt und geschmacklos, sondern schlichtweg bedenklich und gefährlich und hat in unserer Gesellschaft keinen Platz.
Klaus Bästlein aus Meerbusch meinte am Montag, den 12.02.2007
Für Domi ist es das beste Stück, das er, seiner Meinung nach, je gesehen hat.
Für Jürgen Brüne wird es sicherlich schwer, trotz Master Karte, auf diesem Weg 2 Eintrittskarten zu bekommen.
Für mich stellt die Inszenierung von Volker Lösch "Der Besuch der alten Dame" einen weiteren Tiefpunkt in der Entwicklung des Düsseldorfer Schauspielhauses unter der neuen Intendanz dar.
Nicht genug, dass Hausregisseur Rottkamp zum wiederholten Mal ein bedeutendes Drama der geistigen Verarmung preisgeben durfte,von Gedeons "Großer Koalition" erst gar nicht zu sprechen - jetzt wird auch noch Dürrenmatt auf Schenkelklopfer-und-Mitsing-Niveau erniedrigt.
Der Auftag eines der größten Theaterhäuser in NRW darf nicht darauf beschränkt sein, mit seichter Unterhaltung genug Zuschauer zu finden, die auch noch für die 23.Sitzreihe bereit sind, sechsundzwanzig Euro auszugeben, weil dies ja immer noch billiger ist, als im Musikantenstadl.
Dominic Keegan aus Mönchengladbach meinte am Sonntag, den 11.02.2007
Meiner Meinung nach, das beste Stück, das ich je gesehen hab.
Die Kritik der modernen GEsellschaft (Dürrenmatts aussage) kam sowas von gut und breit gefächert rüber...Konflikt der religionen,Düsseldorfer sinnlos-politik,moderne Kunst + theater,die oberflächlichen reichen und "schönen"...war unglaublich gut inszeniert...super
Vielen Dank....werde ab jetzt öfters nach Düsseldorf ins theater kommen...
viele Grüße
Domi
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