KOPFGRAFIK

Stückbeschreibung
Fülle des Wohllauts
von Thomas Mann
Hans Castorp ist glücklich. Ein neuer Plattenspieler erweist sich als „strömendes Füllhorn heitern und seelenschweren künstlerischen Genusses.“ Für den Patienten, der seit sieben Jahren dem „großen Stumpfsinn“ eines Lungensanatoriums ausgesetzt ist, entsteht ein akustischer Zufluchtsort voller Überraschungen: Mit der „Fülle des Wohllauts“, die den Aufnahmen von ‚Aida’ und ‚Carmen’, aber vor allem Schuberts ‚Am Brunnen vor dem Tore’ entströmt, „mit den Wundern der Truhe in seinen vier Wänden, mit den blühenden Leistungen dieses gestutzten kleinen Sarges aus Geigenholz, dieses mattschwarzen Tempelchens“ wird er sich in eine andere Welt träumen, während die richtige Welt da draußen unerbittlich dem Krieg entgegen geht. Der Schauspieler Dieter Mann präsentiert in seinem gefeierten Soloabend ein Kapitel aus Thomas Manns Roman ‚Der Zauberberg’: Ein Stück für einen Erzähler, ein Grammophon und viele Schallplatten.

„Gut zwei Stunden blitzt hier schauspielerische Intelligenz. Keine Lesestunde. Sondern scharfsinnig witzige Durchdringung kraft schauspielerischen Verstandes.“ Berliner Morgenpost

Neueinrichtung einer Aufführung des Deutschen Theaters Berlin für das Düsseldorfer Schauspielhaus.

Inszenierung Marcus Mislin
Bühne und Kostüme Elisabeth Pedross
Darsteller (in) Dieter Mann

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Kommentare lesen
Rainer Lenze aus Düsseldorf meinte am Sonntag, den 07.12.2008
Selten habe ich eine so präzise Darstellung in Sprache und Mimik, in stimmlicher Modulation und in kleinen, wie beiläufig wirkenden, aber ungeheuer ausdruckstarken Gesten erlebt. Ich bedanke mich für einen unvergesslichen Theaterabend.
rolf becker-friedrich aus düsseldorf meinte am Montag, den 01.12.2008
Lieber Herr Göritz,
Ihre Äußerung finde ich wenig überdacht. Das Abo heißt "afterwork", und es gibt tatsächlich düsseldorfer Bürger, die auch unter der Woche bis 20:00 arbeiten. Und was wäre wirklich verwerflich daran, nach dem Einkaufen ins Theater zu gehen ????
W.Göritz aus Düsseldorf meinte am Dienstag, den 25.11.2008
Warum erst 20.30Uhr???
Ist das ein Tribute der Kultur an
die Shopping Gesellschaft?
Ein Kniefall vor dem Kaufrausch?
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