KOPFGRAFIK

Stückbeschreibung
Gewalt und Theatralität
Symposium
Gewalt hat vielleicht selbst kein Gesicht, aber sie inszeniert ihr Wirken: Sie drückt dem Opfer den eigenen Stempel auf, entstellt es, stört oder zerstört gar die Ausdrucksmöglichkeiten des Opfers. Sie verletzt und stellt unsere Verletzbarkeit aus. Wie stabil ist die Differenz zwischen der Theatralität von Gewalt und der Vergegenwärtigung von Gewalt und ihrer Wirkung im Theater? Dieser Fragestellung werden Künstler und Wissenschaftler nachgehen und sie öffentlich diskutieren.
Veranstaltet von der Heinrich-Heine-Universität und dem Düsseldorfer Schauspielhaus

15.4.2010
18:00 Eröffnung Manfred Weber, Geschäftsführender Direktor des Düsseldorfer Schauspielhauses Prof. Dr. Ulrich von Alemann, Prorektor der Heinrich-Heine-Universität Prof. Dr. Hans T. Siepe, Dekan der Philosophischen Fakultät

19:00 Abendvortrag Prof. Dr. Jon McKenzie (Madison, WI): Homo Sacer Data Bodies 20:30 Empfang

16.4.2010 Theatralität der Gewalt
9:00 Prof. Dr. Reinhold Görling (Düsseldorf): „Violence in the Negative“: Aspekte einer Nekro-Politik
10:00 Prof. Dr. Simone Dietz (Düsseldorf): Der unbeteiligte Dritte. Die Unverzichtbarkeit des Zuschauers für Gewaltinszenierungen
11:30 Prof. Dr. Robert Stockhammer (München): Theatralität der Gewalt und Gewalt des Theaters. Zur Sicherung des Unterschieds zwischen zwei Genitivverbindungen 'am Beispiel' von Groupovs Stück über den Genozid in Ruanda
12:30 Prof. Dr. Dieter Mersch (Potsdam): Subtile Gewalt. Performativität und Irreversibilität.

Spektakel und Theatralität 14:30 Sebastian Schmidt (Edinburgh): War alles nur Schau. Die Inszenierung von Warschaus Stadtlandschaft
15:30 Prof. Dr. Bernhard Teuber (München): Der andalusische Dramatiker in Nietzsches Schule der Gewalt Zur Genealogie von Lorcas tragischer Trilogie
17:00 Prof. Dr. Roger Lüdeke (Düsseldorf): Spektakulärer Archaismus und gebrochenes Spektakulum. Zum Polit-Theater von Sarah Kane und Mark Ravenhill
18:00 Prof. Dr. Andreas Mahler (Graz): Suspension der Gewalt. Lears Schlüsse

Theaterabend 19.00 Uhr Einführung
19.30 - 21.30 Uhr Shoot/ Get Treasure/ Repeat von Mark Ravenhill Inszenierung Jan Klata Düsseldorfer Schauspielhaus
Im Anschluß Diskussion mit den Ensemble und dem Dramaturgen Christoph Lepschy

17.4.2010: Fiktionalität und Spiel der Gewalt
9:00 Prof. Dr. Bettine Menke (Erfurt): Trauerspiel: Theatralität und Spiel
10:00 Prof. Dr. Astrid Deuber-Mankovsky (Bochum): Masse und Volk: zeitgenössische Begriffsverschiebungen. Am Beispiel von Dogville (2003) und The Wire (2002-2008)
11:00: Dr. Stephan Trinkaus (Düsseldorf): The Use of an Object. Gewalt und Relationalität
12:00: 20.November von Lars Norén Inszenierung Sahar Amini mit Lisa Arnold Düsseldorfer Schauspielhaus
15:00: Dr. Hyunseon Lee (London): Vom Schwertkampf zum Martial Arts Film: Inszenierungen von Nation und Spektakel
16:00: Dr. Rayd Khouloki (Hamburg): „Torture Porn“: Zur Inszenierung von Folter im zeitgenössischen Horrorkino
20:00 Podiumsdiskussion TeilnehmerInnen: Mark Ravenhill, Hans Christoph Buch, Jon McKenzie, Ulrike Haß, Dieter Mersch, Reinhold Görling, Roger Lüdeke.

Central, Eintritt frei


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