KOPFGRAFIK

Stückbeschreibung
Hier kommen wir nicht lebendig raus. Versuch einer Heldin (Uraufführung)
von Martin Heckmanns
Die Heldin heißt Irina, genannt Ira, und stammt aus Neuss. Von dem betonierten Bürgersteig ihres gesicherten Lebens sucht sie ihren Weg auf eine Bahn, die mal abschüssig ist, existentiell verunsichernd und schmerzhaft. „Doch Schmerz ist besser als nie gelebt zu haben“, so ihr Credo. Im Zeitraffer werden die verschiedenen Stationen ihrer Suche dargestellt: Der Abschied von ihrer Mutter, ihre Arbeit als Schauspielerin und ihr Ausflug in die Politik. Dann begegnet sie Jakob, mit dem sie von einer Aussteigerkommune träumt und doch wieder in das Leben einer bürgerlichen Kleinfamilie abdriftet. Doch Heckmanns erzählt keine Erlösungsgeschichte, sondern ein Leben als Problemverlauf, das offen bleibt. Beharrlich befragt der Autor in seinen Stücken immer wieder tradierte Erwartungen, Hoffnungen und Illusionen. Sein Thema ist: „Wie leben und warum?“ Und er ist wahrlich ein Sprachphilosoph. Sein Text, in dem sich Dialoge mit Kommentaren, Erzählpassagen mit Lyrischem vermischen, hat einen besonderen Sound. Er wirkt wie genau gesetzte Akkorde, die den Resonanzboden der Sprache zum Schwingen bringen. Martin Heckmanns ist inzwischen ein Erfolgsautor. Er hat bereits über ein Dutzend Theaterstücke geschrieben, die in über zehn Ländern inszeniert wurden. Zu seinen wichtigsten gehört „Kommt ein Mann zur Welt“, das im März 2007 in der Regie von Rafael Sanchez am Düsseldorfer Schauspielhaus uraufgeführt wurde und Einladungen zum Heidelberger Stückemarkt und den Hamburger Autorentagen erhielt. 2002 wurde er in der Kritikerumfrage von „Theater heute“ zum Nachwuchsautor des Jahres gewählt. Mit seinen Stücken war er 2003, 2004 und 2007 bei den Mülheimer Theatertagen vertreten. „Hier kommen wir nicht lebendig raus“ ist ein weiteres Auftragswerk, das er für das Düsseldorfer Schauspielhaus geschrieben hat.


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Avi Applestein aus Köln meinte am Donnerstag, den 10.06.2010
Super ! Super !! Super !!! Sinn-voll, sinnlich, witzig... Alles ist drin, vom anspruchvollen nachdenklichen Text über körperliche "Höchstleistung" bis hin zu überzeugender und amüsanter Schauspielkunst.
Jörg Herbrecht aus Düsseldorf meinte am Montag, den 17.05.2010
Sehr witziges Stück, sehr gelungene Inszenierung. Ich habe viel gelacht überdiese zugespitzte Sicht auf gegenwärtige Vernetzung und Utopieverluste allerorten. Bitter in der Einsicht, lustig in der Ansicht. Herzlichen Glückwunsch! (Auch und vor allem zur Hauptdarstellerin und zu Rainer Gahlke!)
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