KOPFGRAFIK

Stückbeschreibung
Good Morning, Boys and Girls (Uraufführung)
von Juli Zeh
Für Cold (17) ist das ganze Leben nur Karaoke. Einen authentischen Ausdruck zu finden, erscheint ihm unmöglich, weil es nichts gibt, was er als erster tun kann – kein Entkommen aus einer restlos besetzten Welt. Nach der Schule plant Cold sorgfältig seinen Amoklauf: Er besorgt sich eine Waffe, nennt sie Zoey und malt sich Fernsehinterviews mit seinen Eltern und seiner Lehrerin aus. Als sich zwischen Cold und seiner Mitschülerin Susanne so etwas wie Freundschaft entwickelt, ist für einen Moment scheinbar eine Alternative zum Amoklauf möglich. Das Auftragswerk "Good Morning, Boys and Girls" behandelt das Thema Amoklauf nicht als individuelles, sondern als gesellschaftliches Phänomen. Es zeigt „Mitspieler“ eines Amoklaufes – Eltern, Schüler, Lehrer –, indem es verschiedene Zeitebenen und Situationen ineinander verwebt. Dabei nimmt Juli Zeh mit unsentimentalem Blick gleichermaßen die Perspektive der Opfer und des Täters ein, ohne Erklärung, ohne Schuldzuweisung, ohne moralische Beurteilung.

Juli Zeh ist eine der renommiertesten deutschen Schriftstellerinnen der Gegenwart und wurde für ihre Romane (u. a. „Adler und Engel“, „Spieltrieb“ und „Schilf“) mehrfach ausgezeichnet, auch ihr erstes Theaterstück „Kaktus“ wurde erfolgreich uraufgeführt. Daneben ist sie Volljuristin und Expertin für Völkerrecht. In letzter Zeit widmet sie sich verstärkt dem Verhältnis von Freiheit und (innerer) Sicherheit in den westlichen Ländern.


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Anne Pauen aus Kaarst meinte am Sonntag, den 16.05.2010
Ich bin zwar noch jung, möchte aber dennoch ein kurzes Statement zum Stück geben.
Das Stück hat mich stark beeindruckt. Selten habe ich etwas gesehen, was mich auch noch später so enorm beschäftigt hat. Positiv zu bewerten ist, dass es im kleinen Haus vorgeführt wird. So hat der Zuschauer das Gefühl mitten drin zu stehen, was besonders bei dieser Aufführung von großer Wichtigkeit ist.
Nach und nach erfährt man immer mehr von der Hauptperson und lernt die einzelnen Figuren besser kennen. Die Inszenierung vom gesamten Werk hat mich ebenfalls begeistert. Einfach, aber dennoch aussagekräftig. Der Zuschauer wird von Anfang bis Ende mit literarisch hohen und philosophischen Texten konfrontiert, geradewegs erschlagen, was ich dennoch nicht als negativ darstellen will. Das Ende ist natürlich mit das Beste. Absolut unerwartet, wie es auch von Juli Zeh bekannt ist. Ich kann dieses moderne Stück nur empfehlen!
Nadine Harthmut aus Mönchengladbach meinte am Sonntag, den 18.04.2010
Ein durch und durch gelungener Theaterabend. Ein konequentes Reqiekonzept, eine großartige Besetzung (besonders zuerwähnen: Lisa Arnold und Christiane Roßbach) und viel Humor trotz eines ernsten Themas, dem man nicht entkommen kann. Es berührt und beschäftigt einen nachhaltig.
T aus D meinte am Sonntag, den 18.04.2010
i like..
hanna p. aus mettmann meinte am Freitag, den 16.04.2010
Ein großes lob vorallem an denis geyersbach und lisa arnold und stefan rottkamp!
Es war eine sehr gelungene inszenierung.
glückwunsch
hanna p.
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