KOPFGRAFIK

Stückbeschreibung
Amerika
nach Franz Kafka
Theaterfassung von Alexander Müller-Elmau
„»Amerika« ist eines der schönsten Bücher, die die deutsche Prosa aufzuweisen hat.“
Kurt Tucholsky

Einen „amerikanischen Roman“ nannte Franz Kafka, die Geschichte des 16-jährige Karl Roßmann, der von seinen Eltern nach Amerika geschickt wird, weil ihn ein Dienstmädchen verführte und ein Kind von ihm bekam. Roßmanns Bemühungen, sich in der Zivilisation der "Neuen Welt" mit ihren rationalisierten Arbeitsmethoden zurechtzufinden und sich im Konkurrenzkampf gegen ungerechte Behandlungen und Übervorteilungen zu behaupten, schlagen immer wieder fehl. Erst als er sich beim „Naturtheater von Oklahoma“ bewirbt, das allen Menschen Beschäftigung bietet, die „Künstler“ werden wollen, scheint sich eine Lösung abzuzeichnen, die ihn aus dem erlebten System von Abhängigkeiten befreit.

Fremdheit und Isoliertheit mitten unter den Menschen sind das Grundthema in diesem Romanfragment, das Kafka in den Tagebüchern „Der Verschollene“ nennt. „Amerika“ unterscheidet sich von den anderen Kafka-Romanen „Der Prozess“ und „Das Schloss“ aber durch seinen positiveren, offeneren Schluß. "Kafka war sich bewusst und hob es gesprächsweise öfters hervor, dass dieser Roman hoffnungsfreudiger und 'lichter' sei als alles, was er sonst geschrieben hat“, notiert Max Brod, Herausgeber der Werke Kafkas, in seinem Nachwort zur Erstausgabe. Und weiter: „Es gibt Szenen in diesem Buch (…), die unwiderstehlich an Chaplin-Filme erinnern."


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Julia aus Köln meinte am Donnerstag, den 07.01.2010
Wunderbare Aufführung heute Abend! Urs Peter Halter war mal wieder genial...ich hoffe ihn doch bald mal wieder öfter auf der Bühne sehen zu können!

Wenn sich die Gelegenheit ergibt, werde ich sicher noch einmal (zum dritten Mal) auf Karl Roßmanns Reise durch Amerika dabei sein!
Gast aus Düsseldorf meinte am Donnerstag, den 07.01.2010
tolle aufführung mit überzeugenden darstellern, denen mal die mehrfach besetzen rollen sofort abnimmt. auch karl roßmann sehr mitfühlend gespielt. das bühnenbild ist auch große klasse.
Theaterbesucher aus Kleines Haus meinte am Donnerstag, den 22.10.2009
Ich war gestern da. Respekt. Wer sich an Kafkas Texte heran traut, hat Mut. Die oft wirre Stimmung in seinen Texten wurde gut rübergebracht, verbunden mit einer doch stringenten Handlung. Besonders Hervorzuheben ist das Vermögen der einzelnen Schauspieler (besonders auffallend bei Lisa Arnold) sich schnell in neue Rollen hinein zu versetzen. Das macht das Ganze zu einem doch leicht verdaulichen, dennoch nachdenklichen Theaterabend. Weiter so. Wünsche mir mehr Kafka auf der Bühne.
Elena Weidt aus Mannheim meinte am Donnerstag, den 10.09.2009
Sehr geehrter Herr Müller-Elmau,

Ich studiere Germanistik und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Mannheim. Im Rahmen meines Germanistikmoduls besuche ich das Hauptseminar bei Dr. Angela Wendt " Aktuelle Inszenierung am Mannheimer Nationaltheater, Schwerpunkt Gegenwartsdramatik" unter der Leitung von Prof. Jochen Hörisch. Für das Seminar bereite ich gerade einen Vortrag über das Thema "Franz Kafka's Aktualität im 21. Jahrhundert" vor. Ich würde mich deshalb sehr sehr freuen, wenn Sie mir einige Zeilen über Ihre Motivation und Inspiration schreiben würden, warum Sie Kafka's Romanfragment Amerika bearbeitet haben, welche Besonderheiten bei der Dramaturgie nd Inszenierung zu beachten galten und warum Sie finden, dass Kafka heute aktueller ist denn je. Sie würden mir sehr damit helfen.

Beste Grüße Elena
Alev aus Kaarst meinte am Mittwoch, den 13.05.2009
Großes Kompliment an das Stück, große schauspielerische Leistung, besonders an Denis Geyersbach, der so manche körperliche Anstrengung über sich ergehen lassen musste, man hat großes Mitgefühl für die Rolle Karl Roßbach entwickelt. Merci
christoph danelzik aus düsseldorf meinte am Samstag, den 13.12.2008
im schauspielhaus gibt es leider zu viele dramatisierungen epischer texte. im einzelfall ergibt sich trotzdem ein wunderbarer theaterabend. dies ist bei "amerika" der fall. inszenierung und ensembleleistung sind ausgezeichnet.
Funke aus Meerbusch meinte am Samstag, den 21.06.2008
Hallo,
Ich würde gerne Karten für dieses Stück reservieren. Es wird mir hier aber nicht klar, wo und ob das möglich ist.
Kann mir da wer helfen ?
Kawalla Agata Anna aus Wegberg (bei Mönchengladbach) meinte am Sonntag, den 09.03.2008
The ”America” by Kafka started on 08.03.08 around 7:35 p.m. and lasted until 9:10 p.m. There were not so many people present as expected. Some of chairs were empty. The audience chairs were situated on three sides of the stage. The forth one it was a black wall, if I’m not mistaken. I sat at the front raw (more on the right side, so I could see it very well). All the actors were present whole the time on the stage (there were no any leavings off stage, there were no coulisses at all!) The actors were changing and taking another roles directly on the stage. There were three male actors and one female. I have enjoyed it well. I have missed very few requisites like Salami, which was being replaced with carrot and the photography of Roßmann’s parents, which was being search for but has not been found! I also missed few funny scenes like that of Brunelda taking bath or her being carried down the stairs or wheeling her on a barrow being covered with a sheet! (Probably the woman playing female roles, Claudia Eisinger, who had a great figure, would not appear that much funny playing Brunelda’s dispatching!) The stage manager Alexander Müller-Elmau had a wonderful idea with sheets of papers (A4) laying around on the stage (and also being used as the personal cloths fitting Karl Roßmann’s luggage). The play or better the novel presented as a play started with a taping noise done by all four actors on the typewriters (each actor on his own working place!). The actors were wearing cloths, which were similar to that worn one hundred years ago! Also the play with the lights was an ingenious one. The stage lightning wonderfully changed the stage effects and the atmosphere. It has worked like a bell signaling changes! The lights were hanging very deep (close to the heads of actors) so they only need to put their hand a little bit up to be able to switch the lamp on! It made the impression that Kafka’s “America” was within a reach not only for the actors but for the audience too.
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